Bill Gates und das Lolita-Flugzeug

Sehr geehrter Prof. Rieck,

gibt es ein Strategem, welches ähnlich dem „Verstecke dich im hellen Licht“ ein „Verstecke dich hinter einer Verschwörungstheorie“ thematisiert? Oder müssten wir das erst erfinden?

Sie forderten bei „Alles nur Fake?“ die Zuschauer auf, sich für  ihre Playlist zu den Strategien zu interessieren, wenn die Argumente zu sehr einer Achterbahn gleichen werden. Ich war zwar zuversichtlich, dass ich Ihre Achterbahn gut verkraften würden, war aber nicht zu neugierig auf den „Fake“-Beitrag und spendete mir die kurze Auszeit, mir vorab anzusehen, was Sie in die Playlist gesetzt hatten. Aber auch dieser widmete ich nicht die notwendige Geduld, mir anhand der Titel viel Gedanken zu machen, sondern wählte einen erstbesten Titel aus, welcher mich neugierig machte: „Den Kaiser hintergehen, um das Meer zu überqueren“.

Der Zufall will es, dass ich am Morgen zum ersten Mal ein Bill Gates-Kritik-Video ansah, während ich diese bisher zu lächerlich fand, um mich damit zu beschäftigen. Diesmal stammte der Hinweis von einer Person, welcher ich als Follower etwas mehr Vertrauen schenkte, keinen Schrott zu verbreiten. Dieser teilte also ein Video von „Rabbit Reseach“: Bill & Jeff. Auch hier war es eher wieder eine Laune, welche mich das Video anstarten ließ, schon mit dem Finger auf dem Stopp-Button, wenn es wieder irrsinnig werden sollte. Schon die reißerische Aufmachung mit „jetzt wird’s schmutzig“ stößt mich im Normalfall ab, es muss also wirklich ein guter Moment getroffen werden, mich zum Schauen solcher Videos zu treiben.

Doch zu meiner Verwunderung entsprach es nicht meiner Erwartungshaltung, denn es thematisierte nicht das Scheffeln von Geld mit Impfungen oder Einflussnahmen auf die WHO und tausend anderen Personen. Nein, es kam eine Story zu einem gewissen Jeffrey Epstein zur Sprache, welcher wegen Sex mit minderjährigen Mädchen (wenn nicht gar mehr) angeklagt war, wobei der September 2019 einen Höhepunkt bildete: er wurde verurteilt und nahm sich das Leben (oder wurde gar ermordet).

Was mich nun grübeln lässt, das ist, dass ich mich schon beim Lesen eine Artikels über „QAnon“ fragte, warum denn ausgerechnet eine so seltsamen Story wie ein satanischer Ring  von Pädophilen eine Gruppe von Verschwörungstheoretiker beflügelt. Andere Themen von Waffen, Macht und Geld hätten mir viel mehr eingeleuchtet, mit einer militärischen Geheimoperation verbunden zu sein!

“QAnon” – der Aufstieg einer gefährlichen Verschwörungstheorie

https://www.rnd.de/politik/qanon-der-aufstieg-einer-gefahrlichen-verschworungstheorie-ORTPE4D5YRFRZKVTMJBTFADJTY.html

Der Effekt dieser Art von Verschwörungstheorie ist, dass sich jeder halbwegs gesunde Menschenverstand irritiert abwendet und von einem Ring von pädophilen Reichen nie wieder etwas wissen will, weil das offensichtlich zu einem Glauben an einen satanischen Kult gehört, Kindern ein Hormon oder so zu entnehmen, welches ein Jungbrunnen sei. Man siehe die Reaktion von Oliver Welke (bzw. dem Team) in der „heute Show“.

Nachdem ich aber vom Strategem „Verstecke dich im hellen Licht“ hörte, fragte ich mich, ob es im Kampf gegen eine übereifrige Presse nicht klug sein kann, eine satanische Verschwörungstheorie zu streuen, welche dann als Schutzschild genutzt werden kann. Die rationalen Köpfe sagen sich nämlich wie ich: „Wann ich jemals höre, Bill Gates wird Pädophilie vorgeworfen, dann weiß ich ja, aus welcher kranken Ecke diese Verdächtigungen kommen! Also verfolge ich diesen Verdacht erst gar nicht, ist eh alles großer Müll!“

Als wäre das nicht genug, Bill Gates ein Interesse am Sex mit Minderjährigen zuzutrauen, spinnt sich mein Gehirn noch eine andere Dimension an Gedanken zusammen, welche ebenfalls von der Presse als Verschwörungstheorie abgetan werden, aber diese Presse aus der Perspektive des lukrativen Geschäfts mit Impfstoffen: „Wie krank soll denn Bill Gates sein, eine Pandemie zu verursachen, um dann mit Impfstoffen viel Geld zu scheffeln?!“

Eine Pädophilie-Anklage-Story macht mich jedoch skeptisch, weil ich das wiederum als „klugen“ Schachzug interpretieren könnte: Wie kann ich als Bill Gates bestmöglich meinen Kopf im letzten Moment aus der Schlinge ziehen (dieser Epstein starb am 10. August 2019), wenn nun fast eine Anklage wegen Pädophilie nicht mehr abgewendet werden könnte?: Ich „bestelle“ einen nicht zu gefährlichen Virus, welcher als Pandemie mal eben die Welt so „in Gefahr bringt“, wie ich als Bill Gates auch immer warnte. Die Regierungen werden mich um Impfstoff-Hilfen anbetteln, niemand wird mehr investigativ verfolgen, dass ich Dreck am Stecken habe, alle rational denkenden Menschen werden mir dankbar sein.

Eine existentielle Not von Bill Gates ist durchaus ein nennenswertes Motiv, während eine Gier nach Geld oder eine Machtstellung kaum realistisch ist.

Um die Zahl 3 vollzumachen: Wie wäre es noch mit einem egoistischen Eigeninteresse an einem Impfstoff gegen AIDS, um „endlich“ den Sex mit den minderjährigen Lolitas (wieder) voll auskosten, also auf Schutzmaßnahmen verzichten zu können? Wie alt war Bill Gates, als er anfing, sich für den Kampf gegen AIDS stark zu machen? Gibt es da eine zeitliche Überschneidung zu den Flügen im Lolita-Express? Eine Win-Win-Situation für Gates?

Gibt es ein Strategem, welches ähnlich dem „Verstecke dich im hellen Licht“ ein „Verstecke dich hinter einer Verschwörungstheorie“ thematisiert? Oder müssten wir das erst erfinden?

 


 


Quellen von Rabbit Research:

Ich verweise ausdrücklich auf den Haftungsausschluss und was auch immer, wenn ich diese externen Verweise hier spiegele! Ich habe auch nicht geprüft, ob jeder Link noch gültig ist, wollte mir aber die Mühe machen, die Quellen von „Rabbit Research“ hier leichter für die Interessierten zugänglich zu machen.

Ein Bedenken mag ich äußern: Der ganze Youtube-Kanal beinhaltet bisher nur drei Videos. Ins Leben gerufen erst am 16.4.2020. Auf eine Internetpräsenz wird nicht verwiesen. Diese Tatsachen lassen nicht erkennen, welches Vertrauen in eine gute Arbeit berechtigt sein mag. 

Zeitungsartikel:

(Nehme nun daher doch die Links zu den Zeitungsartikeln wieder weg. Man kann sich an mich wenden, denn von Youtube konnte man die Links nicht einfach kopieren.)

Diesen Link zur New York Times habe ich angesehen, daher sehe ich in diesem Link kein Problem:

 

NBC Interview:

Epstein

Gefängnisprotokoll:

Klicke, um auf Epstein.Docs_.redacted.pdf zuzugreifen

Gates Interview:

Twitter-Link:

Keine Bürgerwehr von Faktenckeckern bitte, sondern wissenschaftlichen Diskurs!

FAKTENCKECK vs. LOCKDOWN-VERHÄLTNISMÄSSIGKEITS-DISKUSSIONSORGIEN

Meine Kommentare auf Youtube:

Nur ein winziger Kommentar zu Schweden mit dem nicht würdigenden Satz: „Die machen es anders“? Die WHO hat Schweden gelobt! Aus meiner Sicht wäre es „kriegsentscheidend“ im Schachspiel, wenn uns ein anderes Land erfolgreich zeigt, dass es auch ohne übertriebene Maßnahmen für Gesellschaft und Wirtschaft funktioniert! Dann will ich das auch so machen! Wissenschaft mit langwierigen Tests ist mir in diesem Fall zu träge, bei aller Liebe zur Wissenschaft! Hier muss man pragmatisch denken und das niedrigere Maß an Restriktionen wählen, wenn wenig dagegen spricht. Und das sage ich explizit ohne Sympathie für die AfD!! Herdenimmunität in der gesunden Bevölkerung schützt die Risikogruppen, je früher, desto besser! Dann können sich meine Eltern endlich wieder frei bewegen! Wegducken der gesunden Personen ist dann unmoralisch und gleicht dem St.-Florian-Prinzip!


Warum jetzt noch viel diskutieren, die Lockerungen sind doch im vollen Gange?

Weil wir aktuell mit dem Blick auf R0 < 1 jederzeit wieder mit den unverhältnismäßigen Lockdowns konfrontiert sind, wenn nicht ein Umdenken bei den Entscheidungsträgern stattfindet! Und ein Grundbaustein bildet auch bei diesen ein Blick auf die Meinungen von Prof. Lesch und Co.!


KARL RAIMUND POPPER! KRITISCHER RATIONALISMUS! LOGIK DER FORSCHUNG!

Was tut ihr hier? Im Land der Dichter und Denker! Im Land von Heisenberg und Einstein! Muss wirklich ich als Hobby-Philosoph kommen, um die großen Meister der Zunft zu ermahnen, mal wieder Popper zu lesen und zur Vernunft zu kommen? Seit wann ist eine wissenschaftliche Diskussion in Deutschland durch eine mediale „Bürgerwehr“ von Wissenschaftsjournalisten zu entscheiden?

Erst seit einer Woche nehme ich Stimmen meiner Zunft wahr, welche auf der Ebene der Wissenschaftstheorie ernsthaft mahnen, dass hier in Deutschland etwas grundlegend schiefläuft! Gert Scobel führte schon am 7.4.2020 ein Interview mit Markus Gabriel, in welchem klar wird, dass ausgerechnet hier in Deutschland kluge Wissenschaftler in den medialen Untergrund verbannt werden, weil „Faktenchecker“ bei ihren Aussagen etwas zu bemeckern haben! Und die Folge war, dass ich solchen klugen Köpfe in die mediale Subkultur von KenFM und Rubikon folgen musste! Wo sie nicht hingehören! Aber „zum Glück“ fanden sie dort etwas Unterschlupf und man konnte ihren Aussagen zuhören.

Und fürchten sich dort vor Repressalien einer nicht Politik-konformen Meinungsäußerung! Ein Prof. Bhakdi hat familiäre Wurzeln in Thailand und fürchtet sich aktuell, dass Deutschland doch nichts aus seiner Vergangenheit gelernt hat und Meinungsunterdrückung praktizieren könnte, welche in NS-Strukturen enden könnten, wenn zu viele Mitläufer keinen Widerstand leisten! Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen!

Popper würde sich im Grabe umdrehen, wie hier in Deutschland eine Bürgerwehr von Faktencheckern die wissenschaftliche Logik der Forschung medial die „richtige“ wissenschaftliche Meinung durchdrücken wollen! Hört bei Gesundheit und Politik plötzlich die Bereitschaft auf, klugen Köpfen mit etwas abweichenden Meinungen zuhören zu können? Das ist doch so, als würde man Wolfgang Pauli nicht zuhören wollen, weil er sich für Psychoanalyse und Zahlenmystik erwärmte! Oder Schrödinger nicht zuhören zu wollen, weil er seine besten Ideen im Skiurlaub mit einer Geliebten hatte! Oder weil er die indischen Weisheiten gern studierte! Oder weil Einstein gern mal Spinoza las und das „gut fand“!

So funktioniert das nicht! Zeigen Sie Zivilcourage, gestehen sie ein, dass hier in Deutschland natürlich auch diese Wissenschaftler zum Diskurs auf Augenhöhe in das ZDF und in die ARD eingeladen werden

Falls es wirklich einen staatlichen Eingriff gegeben haben sollte, für den Worstcase  „Lockdowndiskussionsorgien“ unterbinden zu wollen, dann muss spätestens jetzt wieder der Weg der Logik der Forschung freigegeben werden. Dass uns der Worstcase erspart wurde, das verdanken wir den frühen Interventions-Empfehlungen von Prof. Drosten. Dafür danke ich ihm. Und ja, das Virus ist nicht weg und Einschätzungen sind vermutlich falsch, das Virus könnte möglicherweise schon auf dem Rückmarsch sein und einfach abebben. Aber dies ist nur eine „Möglichkeit“ und nicht der Kern der Kritik, dass die Maßnahmen überzogen gewesen waren, wenn man kritisch-rational mit kühlem, schwedischen Kopf eine Einschätzungs-Diskussionsorgie zugelassen hätte.

Und dann erwarte ich eine offizielle Entschuldigung, uns mehrere Wochen diese Stimmen von klugen Wissenschaftlern leichtsinnig vorenthalten zu haben! Prof. Lesch, Ranga Yogeshwar, Mai Thi Nguyen-Kim, das Quarks-Team des WDR.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Bührig


Sucharit Bhakdi_Offener Brief_Öffentlichkeit_black(1)

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/coronavirus-bhakdi-wodarg-check-100.html

 

Gemeinsame Anfrage an die Fraktionen des Deutschen Bundestages zu den Regierungsmaßnahmen in der Corona-Krise

Von guten Hirten aus Schweden

🐑 Es war einmal ein Hirte, der hörte von seinen Kollegen, dass es einen neuen Virus gibt, welcher viele Schafe gleichzeitig krank macht, er könne sich dann nicht um alle Schafe kümmern. Ein Hoffnungsschimmer: Die Herden bestehen zu 80% aus weißen Schafen, bei welchen nur einer von 10.000 eine Sauerstoffmaske braucht, noch viel seltener stirbt sogar ein weißes Schaf. Die eigentliche Problemfälle waren die schwarzen Schafe, diese starben in großer Zahl, weil sich der Hirte um das tödlich, blökende Husten nicht genug kümmern kann.

Ein Hirte aus China und ein Hirte aus Italien sahen nur einen Ausweg: Schafe in kleine Käfige sperren und warten, um wenigstens die restlichen Schafe zu retten.

Ein Deutscher Schäfer fühlte sich schlauer, er kaufte sich zwei besonders bissige Deutsche Schäferhunde mit den Namen Strobl und Söder, um jedes Schaf zu beißen, welches einem schwarzen oder leider auch weißem Schaf zu nahe kam, denn die Mutter des Hirten stufte es als soziale Ungerechtigkeit, die schwarzen Schafe an den Rand zu bitten, immerhin bekundeten gerade diese schwarzen Schafe immer wieder, wie lieb sie Mutter haben, noch lieber als den Schäfer mit den Schäferhunden.

Unser Hirte jedoch grübelte noch einen Moment länger: Reicht es nicht, die schwarzen Schafe als Schafflüsterer zu bitten, sich aus der Herde der weißen Schafe für 3 Monate zu distanzieren? Er würde dann auch schon für ihren Spaß sorgen, Shawn das Schaf würde gern eine Unsumme an Unterhaltungsabende aus sicherer Entfernung führen! Jubel, Trubel, Heiterkeit unter den schwarzen Schafen! Die weißen Schafe wurden krank, kein einziges schwarzes Schaf. Die weißen Schafe stimmten eine Kakophonie mit vielen Hustern an, alle wurden schnell gesund, ein Schaf starb leider an einer unerkannten Leukämie. Dann machte der kluge Hirte die Gitter wieder auf, kein schwarzes Schaf wurde mehr krank, der Hirte hatte 60-70% Herdenimmunität geschafft.

Besonders bitter ging es im Übrigen für den deutschen Hirten aus. Die Bissspuren machten viele weiße Schafe krank, sie gingen nur noch mit gesenktem Kopf durch die Wiesen. Und die schwarzen Schafe, welche lt. den Modellen angeblich unter den weißen Schafen verweilen, obwohl man empfahl, sich am Rand der Herde aufzuhalten, wurden krank und starben, denn sie distanzierten sich nicht über unzählige Monate genug, wurden leichtsinnig und wollten ein geliebtes weißes Schaf endlich wieder umarmen!

Und die Moral von der Geschichte?

Neuer Brief an Dr. Bodo Schiffmann

Corona, Cops & Quarantäne Wann wird Befehlsverweigerung zur Pflicht

KOMMT BITTE WIEDER ZUR VERNUNFT!

Entschuldigung, dass ich schreien musste, aber sonst hört hier ja niemand in der Filterblase!

@KenFM und @Bodo Schiffmann, ich habe euch als rationale, kritische und vernünftige Menschen kennengelernt. Und folge noch immer gern!
Aber ich mache mir auch Sorgen um eure geistige Gesundheit, sorry. Ihr nährt hier eine verschwörungstheoretische Masse, was ganz und gar gegen eure Grundüberzeugungen spricht!

„Zensur“ auf Youtube findet in unserem Rechtsstaat genau deshalb statt, weil Youtube ein Spielplatz der Jugend ist! Auf einem Spielplatz wird nicht geraucht, nicht Alkohol getrunken etc. Das alles gilt zum Schutz der Jugend, daher findet man hier (hoffentlich) auch keine Pornografie.

Hier sind also verantwortungsvolle Kräfte am Werk, wenn beispielsweise Video 11 gesperrt wurde, welches ein vertrauliches Dokument mit verstörendem Inhalt zeigte. Das ist ganz ähnlich der Pornografie oder Gewaltszenen, welche zu Recht „ab 18“ erst zugänglich sind. YT als „Spielplatz der Jugend“ hat von Inhalten frei ab 18 freigehalten zu werden, sage ich einmal mit meinem philosophischen Studium als Garant dafür, dass ich hier keinen Schrott sagen will. Video 11 wurde lt. Herr Schiffmann auch niemals inhaltlich dementiert! Warum? Weil der Inhalt ethischer Sprengstoff ist, welcher nichts für jugendliche Ohren unter „18 Jahren“ ist.

Wer also solche Videos verantwortungsvoll verbreiten will, der darf das NICHT auf dem Spielplatz YT tun! So einfach sind die Regeln! Das kann man akzeptieren, ohne sich von einem autoritären Staat oder so zensiert fühlen zu müssen!

Und so ließen sich viele Themen bei „Nüchternheit“ und Vertrauen auf unseren Rechtsstaat ganz problemlos klären!

Ich nenne mal das Beispiel RKI. Für mich ist das Zahlenspiel etwas „Opium für das Volk“. Die Zeiten sind hart für die rechtsstaatliche Politik. Da mag dann irgendwer geraten haben: Wenn wir die Ausgangssperre einführen, dann muss bitte das RKI die Fallzahlen als hoch ansetzen, damit wir dann das Volk beim Abflachen der Kurve (welche selbstverständlich funktionieren wird, ohne Verkehr keine Verkehrstote!) loben können: Habt ihr brav gemacht, das habt ihr geschafft! – Eigentlich war man sich viel zu bewusst, dass aufgeschoben nicht aufgehoben ist. Aber: Die Politik hatte halt keinen Plan, Politik auf Sicht, purer Aktionismus. Was man brauchte, das war Zeit zum Nachdenken! Und zum Glück kam dann Prof. Streeck auf die Bühne, welcher wieder realistische Optionen zum Lockern der Maßnahmen ins Spiel brachte. Das war auch ein Hoffnungsschimmer von Dr. Schiffmann. Und das wird jetzt auch so kommen.

Wo sich Dr. Bodo Schiffmann dann verrannte, das war, sich aus Emotionalität ganz darauf zu konzentrieren, irgendwo ein falsches Spiel entlarven zu wollen. Und die Intelligenten wie Bodo Schiffmann verstanden das „heimliche“ Manöver der Bundesregierung mit dem RKI nicht, was dann dazu führte, sich bedroht fühlen zu müssen, weil man augenscheinlich belogen wird.

Da die Bundesregierung mit dem „Opium für das Volk“ nicht mit offenen Karten spielte, bekamen das auch einzelne Innenminister wie Herr Strobl und meinetwegen die Politiker aus Sachsen (dieses Video) nicht ganz auf die Kette, wo die Grenze der staatlichen Durchsetzung dieser Verordnung zum Schutz der Gesundheit nun zu ziehen ist. Ein Spiel mit dem Feuer, ja. Da muss dann die vierte Gewalt im Saat eingreifen, die beste Arbeit machten die Satiriker wie in „extra 3“, den Irrsinn der Woche noch einigermaßen intelligent anzumahnen.

Daher bitte noch einmal der Appell: Bitte wieder zur Vernunft kommen, konstruktiv mitarbeiten, Lösungsvorschläge machen, sich nicht verfolgt oder bedroht fühlen, nicht den Verschwörungstheoretikern Futter geben, welch „schon immer wussten, das man von vorne bis hinten beschissen wird“! Denn das stimmt nicht. Nicht in Deutschland. No Panik (Douglas Adams).

Wer sich mit mir unterhalten mag, ich kann etwas „Therapie“ anbieten, wie man sehen mag.
Philosophische Praxis sozusagen. Meine Couch hat einen Platz frei 😉

Telegram @cbuphilblog

Gern! Auch Sie, Herr Dr. Bodo Schiffmann, auch Sie Ken Jebsen!

Soziale Corona-Statistiken von Facebook und Youtube

Facebook und Youtube (Google) könnten doch sicher eine Statistik liefern, wie die Stimmungslage in Deutschland (oder einem Land) ist.

Ich kann mich erinnern, dass schon einmal interessante Bigdata-Analysen gefahren wurden, um die Verbreitung von Krankheiten zu visualisieren. Dazu nutzte man wohl relativ simpel die Verwendung von Suchbegriffen wie „Grippe“. Dann visualisierte man, wo diese am häufigsten eingegeben wurden, das deutete darauf hin, wo die Grippe gerade am häufigsten in Deutschland vertreten ist.

Mich würde eine Auswertung der Likes und weitere Emoticons interessieren. Weiterhin eine Art Klassifizierung, ob Kommentare sich vielfach nun so werten ließen, dass sich ein Zweifel an der Angemessenheit der Maßnahmen existiere. Oder die Sorgen um die Existenz erdrückend sind.

Solche Auswertungen sollte sich die Politik dann neben die Auswertung des RKI legen. Gern auch mit roten Warnfarben.

Meine Vermutung ist, dass das Stimmungsbild viel zu euphemistisch von der Politik eingeschätzt wird.

(Mir wäre bewusst, dass die negativen Kommentare in der Mehrzahl sind, weil Leute ggf. lieber Meckern als Loben. Aber vielleicht hat eine Änderungstendenz dennoch Sinn, wenn also immer mehr Leute meckern, dann ist das trotzdem die rote Tendenz, welche man bedenken könnte.)


https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/google-flu-trends-big-data-kann-helfen-uns-gegen-krankheiten-zu-wappnen-13268389.html

https://trends.google.de/trends/story/DE_cu_tXlX6HABAACSEM_en

 

Bundespressekonferenz: Der Deutsche Ethikrat zur Corona-Krise

Quelle: der-deutsche-ethikrat-zur-corona-krise

Prof. Dr. Peter Dabrock / Prof. Dr. Steffen Augsberg
Bundespressekonferenz: Der Deutsche Ethikrat zur Corona-Krise
Berlin, 7. April 2020
Es gilt das gesprochene Wort
[…]
Sprecherwechsel: Dabrock
Meine Damen und Herren,

neben der Triage-Problematik, um nicht zu sagen -Tragik, hat der Ethikrat in seiner
Stellungnahme ein zweites Themenfeld aufgegriffen, das in den vergangenen zehn Tagen überaus kontrovers diskutiert wurde: Darf Deutschland bereits jetzt über ein Ende der Kontaktbeschränkungen nachdenken und über die Möglichkeit von Lockerungen debattieren?

Von vielen der entscheidenden Politikerinnen und Politiker kommt die klare Ansage: Üben Sie sich in Geduld.

Der Ethikrat hat eine klare Position entwickelt, die nach wie vor Bestand hat. Sie lautet: Es ist derzeit noch zu früh für Lockerungen, aber es ist nie zu früh für eine öffentliche Diskussion über Öffnungsperspektiven. Es stimmt nicht, dass man damit den Menschen falsche Hoffnung machen würde. Hoffnung, Hoffnungsbilder brauchen Menschen genau dann, wenn sie in einer katastrophalen Situation wie der jetzigen sind. Das motiviert zum Durchhalten. Darauf haben Psychologinnen und Psychologen immer wieder hingewiesen. Entscheidend ist, welche Hoffnungsbilder in den Blick genommen werden und wie sie kommuniziert werden.

Vor dem Hintergrund der Stellungnahme des Ethikrates lässt sich klar erkennen, dass die
gegenwärtige Kommunikationsstrategie vieler politisch Verantwortlicher zu möglichen
Lockerungen oder – wie wir es nennen – Öffnungsperspektiven verbesserungsbedürftig ist.

Zu häufig wird die Debatte über Öffnungsperspektiven primär über den Zeitaspekt geführt. Die sachlichen und sozialen Kriterien werden hintangestellt. Dieser Zugang muss geradezu zu Frustration führen. Denn immer wieder heißt es: Jetzt müssen wir die Lockerungen doch wieder aufschieben – und das bedroht die weiterhin bewundernswert hohen Zustimmungsraten.

Besser ist es demgegenüber, die sachlichen Notwendigkeiten des gegenwärtigen Lockdowns wie seine sozialen, zum Teil gravierenden Nebenfolgen in den Vordergrund zu stellen. Das heißt konkret: immer wieder ehrlich und kritisch zu überprüfen, ob die Maßnahmen für alle oder für einzelne Gruppen weiterhin geeignet, erforderlich und angemessen, sprich: verhältnismäßig sind. Das lässt sich nicht abstrakt, ein für alle Mal festlegen. Es setzt eine kontinuierliche, politisch moderierte gesellschaftliche Debatte über die Bedeutung unterschiedlicher schutzwürdiger Güter und das Maß eines gesellschaftlich akzeptablen Risikos voraus.

Dabei besteht die eigentliche Herausforderung nicht darin, ob Leben oder Wirtschaft primär zu sichern seien. Die Sache ist vielschichtiger: Wir haben neben den durch die Corona-Krise drohenden wirtschaftlichen Problemen schon jetzt Solidaritätskonflikte – auch mit Blick auf die Schutzgüter Gesundheit und Leben. Der Blick auf die Notwendigkeit, den an Covid-19 Erkrankten zu helfen, verleitet bisweilen dazu, die Opfer des Lockdowns aus dem Blick zu verlieren. Es ist ja nicht nur die Wirtschaft, die unsere Lebensgrundlage sichert, die auf dem Spiel steht, wenn wir den Lockdown so fortführen. Nein: Auch wichtige Operationen, oft beschönigend als „elektiv“ bezeichnet, werden verschoben. Präventionsuntersuchungen werden abgesagt. Therapien zur Überwindung von psychischen Problemen, Alkoholsucht, Depression oder Gewalttendenz, werden trotz drohender hoher Rückfallquoten unterbrochen.

Kranke und Sterbende werden nicht mehr so begleitet, wie es die Menschlichkeit erfordert. Beerdigungen, dieses wichtige Ritual der Trauerbewältigung, werden aufs oft als unmenschlich empfundene Minimum reduziert. Existenzen zerbrechen in Einsamkeit oder angesichts empfundener Ausweglosigkeit aus wirtschaftlichen und anderen Zwangslagen. Diese exemplarische Aufzählung ließe sich ums Vielfache erweitern. Sie macht deutlich: Die Not ist groß. Die Solidarität ist es ebenfalls, aber sie ist nicht unerschöpflich, und sie gerät in Konflikte.

Die Maßnahmen, die notwendig sind, um die Zahl der schweren Fälle unterhalb der
intensivmedizinischen Kapazitätsgrenzen zu halten, müssen je länger je mehr mit den
schweren gesellschaftlichen, sozialen und psychischen Folgen des Lockdowns abgeglichen werden. Das wird vermutlich nicht bruchfrei gelingen, aber wir müssen alles versuchen, den Schaden auf beiden Seiten möglichst geringzuhalten.
Wir begrüßen es daher, dass seit Erscheinen unserer Stellungnahme weitere Initiativen dem Gedanken beigesprungen sind, nach sachlichen, zeitlich-örtlichen und nach sozialen Gesichtspunkten differenziert, diese Abwägung zwischen medizinisch Sinnvollem und sozial Tolerablem vorzunehmen.

Wir müssen weg von einem Alles-oder-nichts-Denken und -Handeln. Je länger die Krise
dauert, je mehr Stimmen dürfen, ja müssen gehört werden. Wir sollten keine Angst haben, viele Menschen mit unterschiedlichen Kompetenzen, aber auch legitimen Interessen zu Wort kommen zu lassen:

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die nicht nur aus den einschlägigen medizinischen Disziplinen stammen müssen und von denen die Öffentlichkeit nicht erwarten sollte, dass sie DIE eine wissenschaftliche Position vertreten – Wissenschaft ist die Suche nach der besseren Einsicht auf der Grundlage des State of the Art. Aber auch andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, beispielsweise aus den Gesundheits-, Sozialwissenschaften oder der Psychologie. Schließlich Vertreter und Vertreterinnen von Betroffenengruppen und schlicht: mitdenkende Bürgerinnen und Bürger. Es muss einen Ideenwettbewerb um die besten Vorschläge geben. Einer weiterhin notwendigen entscheidungsstarken Politik schadet es nicht, zuzuhören, zu beteiligen und auch
Grenzen der eigenen Kompetenz anzuerkennen. Das stärkt vielmehr ihre Autorität. Weil
Politik auch in Zeiten der Krise eingebunden sein muss in die Zivilgesellschaft, beenden wir unsere Stellungnahme mit dem Satz: „Die Corona-Krise ist die Stunde der demokratisch legitimierten Politik.“

Dies ist nicht die Zeit der Wissenschaft. Dies ist die Zeit der christlichen Kirchen!

Liebe Gemeinde.

Jesus war ein Reformer des jüdischen Glaubens. Damit hat er etwas mit Luther gemein, welcher Praktiken des katholischen Glaubens anprangerte – aber leider beim Judentum kein Augenmaß bewahrte.

Jesus klagt Missstände wie das Pharisäertum an, zwar göttliche Regeln zu befolgen, es aber nicht aus Liebe zu tun und somit immer wieder auf einen persönlichen Vorteil zu schielen. Er machte insbesondere das Geld für das Problem verantwortlich:

  • Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.
  • Trennt euch von eurem Vermögen und folgt meinem Vorbild. Vermögen lässt uns unmoralisch handeln.

Jesus wichtigste Botschaft war die Nächstenliebe. Er prangerte das unmoralische Verhalten an, welches die eigene Gruppe zu einer Sonderstellung erhebt und dem Helfen von Schutzbedürftigen einen Riegel vorschiebt: Schutz und Hilfe soll auch einem vermeintlichen Feind zuteil kommen.

Und er erfand den kampflosen Widerstand des Stolzes: Wirst du bedroht, dann zeige dich moralisch überlegen, indem du beim Schlag auf die Wange die andere Wange hinhältst.

Diesen Weg ging er bis zur Selbstaufopferung und wollte das Ideal nicht verraten. Und er mag geahnt haben, dass er von einem Kreis von Intellektuellen umgeben war, welche seine Reformen mit flammenden Zungen in allen Sprachen in die Nachbarländer tragen werden. Und vielleicht sogar, mit den Schriften über seinen Lebensweg und sein Leiden eine neuartige Glaubensgemeinschaft bilden werden, in welcher die Nächstenliebe und die Verachtung für die Korruption des Geldes eine zentrale Rolle spielen sollen.

Ich komme aus der Philosophie mit starkem Hang zum Atheismus. Bin aber katholisch aufgewachsen, war sogar Messdiener und Pfadfinder.

Meine Worte waren in philosophischen Diskussionen zum Atheismus immer: Die Atheisten und aufgeklärten Wissenschaftler machen es sich zu leicht! Kein Gott, also auch keine Kirche! Diese einfache Formel wird Jesus Christus nicht gerecht! Eine Kirche ist nicht nur eine Glaubensgemeinschaft, eine Kirche ist ein Ort einer Luxus-Ethik! Wir Philosophen kennen im Grunde nur eine Ethik des Verstandes und der Vernunft. Eine Kirche hat eine Ethik des Herzens! Eine Pflege aus Liebe zu den alten Menschen ist eine andere Pflege, welche auf die bestmögliche Versorgung der Senioren ausgerichtet ist!

Warum wende ich mich heute an euch? Weil es um Corona geht. Weil es darum geht, jetzt den Mut einer Kirche zu zeigen, sich für die gesamte Bevölkerung aus Nächstenliebe und Sorge zu engagieren, die eigenen Ängste zu überwinden und nicht zu St. Florian zu beten!

Es geht um das Wort „Herdenimmunität“. Ich starte einen Kettenbrief, welcher aufklärte, dass dieser Virus sich 60 – 70 % von Menschen suchen muss, um gestoppt zu sein. Man kann sich vor diesem Virus nur bedingt verstecken, der Spuk ist erst vorbei, wenn sich 54 Millionen Bundesbürger infiziert haben werden und immun wurden.

Nun kamen Antworten zu mir, dass ja wohl niemand so dumm sei, auch als gesunder und starker Mensch jetzt das Restrisiko tragen zu wollen, zu den wenigen Fällen zu gehören, die wider Erwarten schwer oder gar schwerst erkranken. Ein Tod nicht ausgeschlossen. Wer will das ethisch verantworten?

Ich antwortete mit Verweis auf das Gebet an St. Florian, wenn man jetzt noch zu große Bedenken hegt:

  • „Heiliger Sankt Florian / Verschon’ mein Haus,  zünd’ and’re an!“.

Weiterhin ließ ich den Satz dann fallen:

  • Altruismus ist nicht jedermanns Sache, da gehört Mut dazu.

Nachdem ich mich also vergeblich bemüht hatte, ein offenes Ohr für die Idee zu finden, den Zufall nicht entscheiden zu lassen, sondern ein Spielverderber für das Virus zu sein, indem wir Menschen selbst freiwillig bereit sind, dass dieser Virus die richtigen 54 Millionen Menschen findet, bin ich über das Wort Altruismus auf die Kirchen aufmerksam geworden. Wer, wenn nicht die Kirchen, hätten jetzt die Überzeugungskraft, dass es richtig ist, wenn der Zufall nicht die Alten und Schwachen findet, sondern die Jungen und Kräftigen, welche mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit grippeartige Symptome aushalten müssen! Vielleicht mal eine Nacht im Krankenhaus mit einer Sauerstoffmaske, zu allerhöchster Wahrscheinlichkeit nicht mehr! Und der Preis ist riesig! Denn wir schützen damit unsere geliebten Eltern im Seniorenheim und anderswo! Je länger das Spiel des Virus geht, sich nach dem Zufallsprinzip 54 Millionen Infizierte zu suchen, umso wahrscheinlicher ist es, dass das Virus meinen Vater mit 70 Jahren und Asthma erreicht! Ihr habt ähnliche geliebte Menschen vor eurem geistigen Auge! Wir haben nur eine Chance, diesen Virus zu besiegen: Mit Pragmatismus, Intelligenz, Kreativität und Mut! Den Mut von Jesus Christus, nicht an eine kleine Gefahr für sich selbst zu denken, sondern an die große Gefahr für die geliebten Menschen!

Ein kleines Gleichnis, weil Jesus es so liebte, um euch die Ängste zu nehmen:

Ich hatte große Sorgen, als meine Tochter ab der fünften Klasse allein mit dem Fahrrad zu einer Schule fahren musste, welche 4 km entfernt ist. War ein Verkehrsunfall nicht vorprogrammiert? Kann man dieses Risiko verantworten? Würde ich mir nicht riesige Vorwürfe machen, wenn sie in wenigen Monaten einen schweren Verkehrsunfall hätte und daran sterben würde? Gehört hat man von diesen Fällen! Sie waren bundesweit nicht einmal eine Seltenheit! Wie wäre es mit Homeschooling? Oder täglich mit dem Auto vor der Tür der Schule absetzen?

Diese Gedanken mag jeder kennen. Und was war die Lösung? Ja, wir machten uns nicht handlungsunfähig durch Gedanken an maximale Sicherheit, Helm auf, Fahrweg gemeinsam fahren, Strecken erkunden, welche durch verkehrsberuhigte Bereiche führen, meiden von unübersichtlichen Straßen, Mahnung, den Zebrastreifen zu benutzen, nicht bei Rot über die Ampel etc. etc. Aber dann ließen wir unsere Tochter allein fahren. Und mussten uns damit abfinden, dass im schlimmsten Fall ein Unfall eben doch passiert, aber diese Gedanken verdrängten wir irgendwann auch noch erfolgreich. Sogar dann, als das Kind älter wurde und den Helm „uncool“ fand, ihn brav aufsetzte und dann an der nächsten Straßenecke an den Lenker hängte. Ich zumindest resignierte dann irgendwann und fand es eine höhere Gefahr, den Helm an den Lenker zu hängen. Die Handlungsunfähigkeit des 100 % Schutzes war keine rationale Option.

Entschuldigung, Prof. Lesch, dies ist augenscheinlich nicht die Stunde der Wissenschaft. Dies ist die Stunde ihrer Kirche! Und der Kirchen der ganzen Welt! Die Kirchen werden euch zeigen, wie man diesen Virus besiegt: Mit Mut und Nächstenliebe!

Dr. Schiffmann Interview – Kommentar 1002

Interview durch RUBIKON (Youtube)

Vermutlich geht so ein Kommentar bei aktuell 1000 Kommentaren unter. Aber vielleicht liest es ja doch jemand.

Leider ist eine Grundidee nicht plausibel und wird zu Recht kritisiert:

1) Niemand spricht von einem Killervirus, nur von einem verdammt schnellen Virus, welcher in einer unvorbereiteten Bevölkerung mit Massenveranstaltungen einen Ansturm auf die Krankenhäuser auslöst. Ist dann noch ein großer Anteil an Senioren in dieser Gruppe vorhanden, dann fehlt es an Kapazitäten, jedem zu helfen (Italien, Elsass). Diese Gefahr ist real, Killervirus hin, Killervirus her.

2) Daher ist eine simple Logik: Kein Killervirus, also Maßnahmen entfernen, wenig verantwortungsvoll. Aber genau das mag Dr. Schiffmann ja sein. Daher handelt er hier gegen sein eigenes Interesse. – Eine Analogie mag helfen: Man sagt jedem, ab morgen verlangen wir, dass jeder nur noch ganz vorsichtig fahren soll, weil sich ein Virus in die Anpelschaltanlagen eingeschlichen hat. Nun tun das auch alle und die Verkehrsunfälle halten sich in Grenzen. Dann sieht darin jemand einen immensen wirtschaftlichen Schaden etc. und verlangt Fakten. Wen verwundert es, wenn dann diese Fallzahlen nicht zu finden sind? Ergo: Bitte alle wieder fahren wie zuvor? – Eine gefährliche Milchmädchenrechnung.

Ich persönlich glaube, Schweden macht es ganz gut, allerdings wird ein Appell an die Vernunft nicht reichen, wie ich an meiner eigenen Mutter erlebe, welche mit 68 niemanden ihren Einkauf machen lassen will, sie könne das sehr gut noch selbst. Das heißt, eine freiwillige Distanzierung aus der Herde der Gesunden und Starken scheint rational nicht so leicht zu sein. Aber sei es drum, wichtig sind mir viele andere Sätze von Dr. Schiffmann, welche die unberechtigte Angst betonen. Und die Angst-Pandemie, welche es aktuell verhindert, dass Herdenimmunität nicht gern besprochen wird. 54 Millionen Kranke (65 %) sind schon eine beunruhigende Zahl! Wenn dann auch noch Ausnahmen breitgetreten werden, welche wider Erwarten an Covid-19 im Alter kleiner 60 Jahre massiv erkranken, dann wähnt sich jeder gleich als diesen potentiellen Ausnahmefall! Und dann will niemand mehr das Kind in die Schule schicken etc. etc. Ein Teufelskreis, sehr schwer zu durchbrechen. Ich hoffe etwas auf die Mitwirkung von Dr. Schiffmann, hier auf die Seite der konstruktiven Planer zu wechseln, nicht an ein Aufheben der Maßnahmen zu verbissen zu arbeiten.

Brief an Dr. Bodo Schiffmann aus Sinsheim

Es sei ein Video von vielen für meine Antwort herausgehoben. Das Video 9 drückt meine Sorgen vor einem wirtschaftlichen Totalschaden aus. Damit beginnt das Video und damit endet es.

Zu kommentieren sein wird insbesondere Video 11, welches vom Netz genommen wurde, aber als Kopie noch zu finden ist.

Lieber Dr. Schiffmann,

Sie mögen eine wissenschaftliche Diskussion und betonen auch ausdrücklich, dass Sie emotional bedingt die ein oder andere Information nicht in dem Maß objektiv beurteilen könnten, wie sie es unter anderen Umständen vielleicht tun würden. Daher mag ich Sie neben vielen Gedanken, welche ich für richtig halte, auf ein paar Punkte aufmerksam machen, wo die Emotionen ihre Objektivität nach meiner Einschätzung etwas trüben. Zumindest sehe ich das so, aber genau diese Ebene der Diskussion würden sie ja auch begrüßen.

Das Thema der Angst vor Corona beschäftigte mich auch schon am Anfang, spätestens seit der Kontaktsperre. Und ich schicke voraus, dass diese Diskussion hier ggf. unnötig werden könnte, wenn nun die Tagesschau am 4.4.2020 die Diskussion wieder zulässt oder sogar fördert, mit dem Öffnen der Schulen der Bevölkerung zu signalisieren, dass das Restrisiko einer Erkrankung von gesunden Menschen unter 65 (?) Jahren marginal genug ist, um einen desaströsen Shutdown wieder zu beenden. Jeder wird einen Platz im Krankenhaus erhalten, wenn man auf Massenveranstaltungen verzichtet, Senioren die öffentlichen Verkehrsmittel meiden, Enkel sich für eine längere Zeit (ggf. bis Weihnachten) von den Großeltern distanzieren. Ich vergleiche es gern mit dem kühlen Kopf der schwedischen Berater. Weiterhin muss ein soziales Verhalten für mind. 1 Jahr zu den Senioren (etc.) geändert bleiben: Keine Umarmung, kein Kuss links, Kuss rechts. Dann sei das Optimum an Schutz bereits erreicht, ist mein Optimismus.

Für den Rest der Bevölkerung braucht es keine zu große Bremse, wobei natürlich gerade für einige Berufsgruppen wichtig ist, dass man eine Strategie entwickelt, um nicht alle gleichzeitig krankschreiben zu müssen: Polizei, Pflegepersonal, Müllabfuhr etc. – Hier sollte man nicht in Zweifel verfallen. Das Virus hätte die Kraft dazu! Zumindest in Anfangszuständen der Pandemie, in welchen nicht die Abstandsregeln etc. erfunden worden waren. Mein Optimismus ist auch hier, dass das Virus in der Polizei aktuell nicht mehr das Potential hätte, z. B. eine ganze Feuerwehr lahm zu legen. Aber diese genannten Berufsgruppen haben auch ein Gehirn (!), sie organisieren sich genau so, dass diese Szenarien nicht eintreffen können. Das mag in einem Italien „unvorbereitet“ nicht der Fall gewesen sein, man hatte noch keine gute Idee, welche Verhaltensänderungen nun helfen könnten, zu viele Menschen liefen noch mit Kuss links und Kuss rechts zur Großmutter und setzten das Enkelkind auf den Schoß! Das ist jetzt in Deutschland anders! Und das können wir mit Gehirn (!) auch eine lange Weile so praktizieren!

Ich betone das Gehirn, weil mathematische Zahlenspiele und Simulationen eher einen unintelligenten Schwarm von Ameisen oder anderen Tieren abbilden! Aber wir haben die Waffen des Pragmatismus, der Intelligenz und der Kreativität!

Und wir hatten uns nicht wie Italien, USA (und jetzt leider auch x andere Länder) überrumpeln lassen. Italien hatte unser Gehirn ordentlich kreativ werden lassen!

Das ist nun die Stelle, wo ich eine Lanze für Prof. Drosten brechen muss!

In Ihrer emotionalen Belastung rutscht Ihnen leider die falsche Diagnose raus, woher die Angst kam. Im Video 15 haben Sie vielleicht schon die richtige Kurve gekriegt: Sie sprechen aus, dass Sie einsehen, dass das niemand so beabsichtigt hatte, die Angst könnte ein Kollateralschaden des Aktionismus gewesen sein.

Ich führe es weiter aus: Sehen Sie sich objektiv die Lage vor der Kontaktsperre an: Prof. Drosten macht keinerlei Panik, auch nicht die Kanzlerin. Es wurde wirklich rational und sachlich davon gesprochen, dass es nur um die Überlastung der Krankenhäuser wie in Italien geht: Wir schließen Kindergärten, wir schließen Schulen, sagen Großveranstaltungen (was auch schon ein großer wirtschaftlicher Schaden war) ab. Man ließ Cafés und Restaurants offen. Wichtig war, sich Zeit zu verschaffen, auch der Politik, um über weitere Maßnahmen etwas ruhiger diskutieren zu können.

Irgendwann meldete das RKI ein exponentielles Wachstum, die Verunsicherung machte sich breit, ob denn das wirklich alles schon genug sei. Das war nicht Prof. Drosten, welcher munter im Radio ein paar Tage zuvor noch sagte, die Betreuung seines Sohnes übernimmt eine Babysitterin, es werden („natürlich“) Kinder aus dem Kindergarten eingeladen zum Spielen.

Alles spitzte sich auf die Frage zu, ob nur eine harte Maßnahme wie in Italien das Schlimmste abwenden könne. Das waren aber nicht die Wissenschaftler und Politiker, das war die breite Masse oder gar gewisse Massenmedien. Erfreulicherweise nicht die ZEIT, ein Lichtblick für mich war die Ausgabe: Alle Macht dem Virus?

Der Druck auf die Politik wurde immer lauter: Ihr werdet verantwortlich für Zustände wie in Italien sein, wenn ihr nicht sofort alle Unbesorgten (in Gärten und Cafés sitzend, ggf. beim Grillen, Party-Musik hören etc.) das harte und erbarmungslose Schicksal der Italiener teilen lasst! Und das „gute“ Beispiel von China nicht zu vergessen: Einsperren und regelmäßige Fieberkontrollen von allen. Überwachung per Handy.

Selbst zu dem Zeitpunkt, wo man dann eine Kontaktsperre als „leichte Form dieser Maßnahme“ aussprach, wussten die Verantwortlichen, dass es nur um noch mehr Zeit gehen soll, dass die Krankenhäuser sich optimal bewaffnen für eine größere Anzahl von Covid19-Patienten.

Wie gesagt, bitte versteifen Sie sich nicht darauf, eine Panikmache durch die „falschen“ Zahlen zu bedenken zu geben. Und dann Schuldige in einem Kreis von anderen Medizinern wie Prof. Drosten zu suchen. Diese Kollegen haben nie die Sterblichkeit als Drama betont! Es war immer nur die etwas subtilere Gefahr zu bekämpfen, dass das Virus auf ein überlastetes Krankenhaussystem stößt, wie es in anderen Ländern tatsächlich der Fall war und ist. Da gibt es nichts zu beschönigen! Und Ihre aktuelle Stoßrichtung, ein „schlechtes“ Operieren mit Statistiken etc. zu kritisieren, das führt demnach leider ebenfalls in die Irre und nährt nur die Gruppe von Verschwörungstheoretiker, welche Sie gerade nicht unterstützen wollen.

Weil es mir wichtig ist, wiederhole ich mich: Unser Problem bei der Angst vor der Herdenimmunität ist nicht das wie auch immer gestaltete „falsche“ Zahlenmaterial. Wer diese Zahlen kritisiert, der kommt leicht in das Fahrwasser, eine Gefahr für das Volk zu leugnen. Und sie sagen es im „Disclaimer“ explizit: Es besteht eine echte Gefahr für Senioren (etc.)!

Was wir brauchen, das ist nun eine Bevölkerung, welche die Senioren (etc.) optimal schützt und dabei die Notwendigkeit einer Herdenimmunität akzeptiert. Dieses Akzeptieren ist nun die politische Hürde, welche es zu überwinden gilt. Denn es gab noch keinen Virus, welcher mal eben 54 Millionen Bundesbürger (65 %) krank machen MUSS. Bisher konnte man sich immer sicher sein, mit etwas Hygiene wird man selbst schon nicht krank werden! Hier ist das anders: Dieses Virus kann nur dadurch besiegt werden, indem sich 54 Millionen Bürger infiziert haben und dann immun wurden. Leider, das ist die ungeschönte Wahrheit! Und wie andere Wissenschaftler gerade richtig sagen: Das Ziel erreicht man nicht durch Angst vor diesem Virus! Aber diese Angst hat zu viele Bürger nun befallen, diese Angst ist kaum noch wieder zu nehmen, hat man den Eindruck. Ich hoffe, ich irre mich.

Noch ein paar abschließende Worte zu Video 11. Vielleicht ist es zu Recht vom Netz genommen worden. Manche Wahrheiten sind nichts für empfindliche Ohren. Abgesehen davon, dass Sie dort Prof. Drosten als Schuldigen für die Angst-Pandemie betiteln, aber das ist nur eine Meinung. Nein, das Veröffentlichen eines vertraulichen Briefs kann genau das verursachen, was wir nicht gebrauchen können: Angst.

(Daher hier im Vertrauen an meine Leser: Wer sich jetzt schon irgendwie zu große Sorgen macht, der erspare sich das Wissen und suche nicht nach dem Video 11. Es handelt sich, objektiv betrachtet um eine positive Entscheidung aus meiner philosophisch und ethischen Vorbildung, aber solche Maßnahmen können auch zu Beklemmungen und Angst führen.)

Vielen Dank, dass ich mit Ihnen diskutieren darf.

Christian Bührig

6.000 Fälle pro Tag

Laut Wikipedia haben wir etwas mehr als 2.000 Städte in Deutschland. Gemeldet werden aktuell 6.000 Neuinfektionen pro Tag. Wären also 3 neue pro Stadt im Durchschnitt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_St%C3%A4dte_in_Deutschland?wprov=sfti1

Wäre es da nicht sinnvoll, den Gesamtzahlen keinen Wert zuzusprechen? Kann man nicht letztendlich nur jede Region einzeln betrachten? Denn mit der Zahl 3 kann man keine Überlastung von Krankenhäusern begründen. Vermutlich nicht einmal mit Dunkelziffer.

Wie viele Krankenhäuser gibt es? Welche Kapazitäten haben diese? Prof. Streeck stellt so eine Frage: Wo liegt denn dann bitte wirklich die Zahl, bei welcher von einer Kapazitätsgrenze gesprochen werden kann?

Und dabei ergänze ich noch: Berücksichtigt jemand bei der Kalkulation, dass sich die Senioren (etc.) weitgehend zum Eigenschutz aus den Gefahrenzonen freiwillig entfernen (Schweden)? Sind die Statistiken nicht eher für dumme Ameisen ohne Sinn und Verstand konstruiert? In der menschlichen Realität laufen die Senioren nicht (mehr) wild in der statistischen Normalverteilung herum!! Blöde Wissenschaft! (Dass ich das mal sagen muss, unglaublich…)

 

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